Grundsatzprogramm
CDU Elsdorf.
Für Alt und Jung.
Konzept für Elsdorf -
Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,
es ist in unserer Gemeinde Elsdorf an der Zeit, dass sich etwas ändert.
Es ist die Zeit für einen Neuanfang.
Es ist an der Zeit, dass wieder eine zukunftsorientierte Politik in die Spitze unseres Rathauses Einzug erhält, die unter Selbstbeteiligung der Bürger Lösungen auch für alle Bürger bietet, und zwar für ältere Mitbürgerinnen und Mitbürger genauso wie für jüngere. Eine Politik für Alt und Jung eben.
Der Neuanfang sollte dabei stets mit dem Ziel einer langfristigen und nachhaltigen Politik erfolgen, Schnellschüsse gilt es zu vermeiden.
Gerade in der heutigen, schnelllebigen Zeit sollte als Fundament für die Politik eine Orientierung an althergebrachten Werten wie Beständigkeit, Ehrlichkeit, Zuverlässigkeit, Moral, Anstand und insbesondere Respekt vor dem Alter dienen.
Aufbauend auf diesem Wertefundament gehört für mich zu den Leitlinien einer beständigen und nachhaltigen Politik vor allem die Generationengerechtigkeit, verbunden mit der Vermeidung einer weiteren Verschuldung unserer Gemeinde mit dem Ziel einer langfristigen Entschuldung unserer Gemeinde.
Stets den Gemeindehaushalt im Blick sind aus meiner Sicht vornehmlich solche Investitionen zu tätigen, die sich in der Zukunft auch rentieren. Hierzu zählen Investitionen in eine gezielte Wirtschaftsförderung, die zu mehr Gewerbesteuereinnahmen führen, ebenso wie Investitionen in die Betreuung und Bildung unserer Kinder.
Es gilt den Gemeinschaftssinn in unserer Gemeinde zu stärken, übernehmen doch gerade Vereine wichtige soziale Aufgaben, welche von der Kommune aus finanziellen Gründen nicht mehr geleistet werden können.
Getreu diesen Leitlinien einer verantwortungsbewussten und nachhaltigen Politik habe ich daraus für Sie ein „Konzept für Elsdorf" erstellt.
Dieses Konzept meiner politischen Vorstellungen erstreckt sich auf viele für Sie wichtigen Lebensbereiche und dient dabei dem einen Ziel, unsere Gemeinde Elsdorf für uns Alle noch ein Stück weit lebenswerter und attraktiver zu gestalten:
Attraktiv für die Zukunft, und zwar dieses mal für Alt und Jung. Für Senioren genauso wie für junge Menschen. Und gerade auch für junge Familien.
Ein attraktives Kindergarten- und Schulangebot. Attraktiv für Gewerbetreibende und solche, die dies in unserer Gemeinde einmal werden wollen.
Ein attraktives Erscheinungsbild der Gemeinde, geprägt von öffentlicher Sicherheit und Ordnung. Denn wo man sich nicht wohl fühlt lebt man auch nicht gerne. Genauso wenig wie man nicht gerne dort lebt, wo man sich nicht sicher fühlt.
Ein attraktives Freizeit- und Schwimmbadangebot, verbunden mit einem umfangreichen Vereinsangebot und einem vernünftigen Kulturangebot. Sind es doch gerade die Feierabende und Wochenenden, die wir in unserer Gemeinde verbringen und das Miteinander in Vereinen, was unseren Gemeinschaftssinn ausmacht. Diese wichtige Vereinbarkeit von Beruf mit Familie und Freizeit gilt es auch in unserer Gemeinde zu gewährleisten, unter anderem durch eine attraktivere Verkehrsanbindung an unsere Gemeinde und eine attraktive Umwelt, gerade auch für die Zeit nach dem Tagebau.
Die Weichen hierzu sind bereits heute zu stellen. Und was mir persönlich dabei ganz wichtig ist, ist Sie, liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, an all dem rechtzeitig zu beteiligen. Denn unsere Gemeinde geht uns Alle an.
Haushalt und Finanzen
Das über allem stehende Gebot für eine verantwortungsbewusste und nachhaltige Politik für unsere Gemeinde muss in der langfristigen Entschuldung unserer Gemeinde Elsdorf bestehen.
Nur so können die drei für unsere Gemeinde wichtigsten Ziele erreicht werden:
Diese bestehen zum einen darin, eine generationengerechte Politik zu betreiben und nicht bereits heute schon nachfolgende Generationen mit noch zusätzlichen, weiteren von uns gemachten Schulden zu belasten.
Zum anderen muss es das Ziel sein, im Gemeindehaushalt wieder über Mittel zu verfügen, z.B. durch eingesparte Zins- und Tilgungsleitungen oder Mehreinnahmen, die dazu genutzt werden können, eine zukunftsorientierte Politik zu betreiben und selber gestaltend für und in unserer Gemeinde tätig zu werden.
Es muss gelingen, das Helft wieder aktiv in die Hand zu nehmen, die Gemeinde Elsdorf muss lernen mehr als bisher auf eigenen Beinen zu stehen, finanziell selbstbestimmt zu sein, und das viel unabhängiger von Kreisumlagen und Schlüsselzuweisungen als heute.
Es ist über neue Wege nachzudenken, unserer Gemeinde Elsdorf zusätzliche Einnahmen für dieses Ziel zu verschaffen. Und diese bestehen nicht in Gebührenerhöhungen oder in der Veräußerung gemeindlichen Vermögens.
Denn ohne Einnahmen keine Ausgaben und Leistungen für uns Bürger. Und ohne Ausgaben keine Lebensqualität. Und ohne Lebensqualität keine Lebensfreude. Und ganz wichtig:
Das Soziale darf trotz aller Wirtschaftlichkeit nicht zu kurz kommen. Nur so kann das für die Elsdorfer Mitbürgerinnen und Mitbürger oberste Ziel erreicht werden, nämlich Elsdorf attraktiv zu machen, und zwar für Alt und Jung.
Wirtschaftsförderung
Der Schlüssel für die Zukunft unserer Gemeinde liegt in der Ansiedlung neuer Wirtschafts- und Gewerbezweige in unserer Gemeinde begleitet von einem Ausbau des bereits bestehenden Angebots. Nur so lassen sich Mehreinnahmen erzielen, die den Bürger nicht belasten.
Die Gemeinde muss als Gewerbestandort einen guten Namen bekommen, um neue Unternehmen und neue Arbeitsplätze in der Gemeinde anzusiedeln, um ein Mehr an Gewerbesteuereinnahmen zu erzielen, um neue Mitbürger zu gewinnen, die Elsdorf als Ihren Lebensmittelpunkt wählen und um dem Leerstand von Gewerbeflächen im Zentrum unserer Gemeinde entgegenzuwirken.
Ich werde mich dafür einsetzen, bei der Gemeindeverwaltung eine Art „Gewerbestelle" einzurichten.
Diese wird gezielt wird als Servicestelle die gewerbliche Vermarktung der Gemeinde Elsdorf übernehmen, sie wird Unternehmer, die sich entscheiden in Elsdorf ihr Gewerbe zu eröffnen, gezielt mit Rat und Tat begleiten, um so die Ansiedlung neuer Gewerbe in Elsdorf ganz gezielt zügig und unkompliziert zu fördern.
Weiterhin wird sie einen Bewirtschaftungsplan erstellen, um das bestehende gewerbliche Angebot in Elsdorf auszubauen, zu verknüpfen, dem Leerstand von Gewerbeflächen und dem Aussterben des Dorfzentrums entgegenzuwirken, um so die Attraktivität unserer Gemeinde zu steigern.
Junge Familien
Seit Jahren sinkt die Bevölkerungszahl in der Gemeinde Elsdorf und die Zahl der zum Verkauf stehenden, bisher selbstgenutzten Immobilien steigt. Dieser negativen Entwicklung gilt es mit Blick auf die Zukunft unserer Gemeinde das richtige Konzept entgegenzuhalten.
In der heutigen Zeit wird doch eins immer wichtiger:
Die Vereinbarkeit von Beruf mit Familie und Freizeit. Dies trifft sowohl für Familien zu, die bereits in unserer Gemeinde leben, als auch auf solche Familien, die noch auf der Suche nach einem familienfreundlichen und kinderfreundlichem Umfeld sind. Diese Vereinbarkeit gilt es auch in unserer Gemeinde sowohl anzubieten als auch zu sichern.
Aus diesem Grunde werde ich mich für einen weiteren Ausbau der sog. Familienzentren und der lokalen Bündnisse für Familien einsetzen und ganz gezielt bei jungen Familien dafür werben, wie kinderfreundlich Elsdorf doch bereits heute schon ist.
Diese Familienzentren geben Eltern gezielt Hilfestellung durch ein umfangreiches Betreuungs- und Kursangebot. Sie begleiten gerade junge Familien auf Ihrem Weg durch den Alltag und stehen mit qualifiziertem Rat durch fachlich hochqualifizierte Mitarbeiter zur Verfügung.
Ebenso wie andere Kommunen diesen Weg bereits mit Erfolg gehen, finde ich es nicht vermessen, über eine weitere Senkung der Elternbeiträge zum Kindergarten oder über Freiplätze im dritten Kindergartenjahr nachzudenken.
Unsere Senioren
In Anbetracht der demographischen Entwicklung unserer Gesellschaft , in welcher der Anteil älterer Mitmenschen stetig zunehmen wird, gilt es die Gemeinde Elsdorf auf die auf Sie zukommenden daraus resultierenden Herausforderungen rechtzeitig vorzubereiten und älteren Mitmenschen ein Ihnen würdiges und angenehmes Umfeld zu bieten.
Die Errichtung des neues Seniorenzentrums „Ensemble" war sicherlich ein guter Anfang.
Zusammen mit unserer Fraktion werde ich mich für die Gründung eines Senioren- Pflegestützpunktes in unserer Gemeinde einsetzten. Seine Aufgabe wird die Auskunft, die Beratung, die Koordinierung von Leistungen sowie die Vernetzung von Versorgungs- und Betreuungsangeboten sein.
Weiterhin begrüße ich die Errichtung eines Seniorenbeirates im Rathaus, welcher den politischen Gremien beratend zur Seite steht und der darüber hinaus aufgrund seiner Freizeitangebote zu einer wichtigen Größe im gesellschaftlichen Seniorenleben werden kann.
Ältere Menschen erscheinen uns im stressigen Alltag manchmal ein wenig lästig. Hier gilt es, wieder Respekt im Umgang mit älteren Mitmenschen zu vermitteln.
Weiterhin ist auch im öffentlichen Leben auf eine seniorengerechte Ausstattung zu achten. Einschränkungen der Lebensqualität für Senioren durch schlechte Gehwege, unzureichende Beleuchtungen, unüberwindbare Hindernisse und andere Beeinträchtigungen sind zu erfassen und zu beseitigen.
Gleiches gilt für Menschen mit Behinderung. Nicht die Menschen sind behindert, ihre Umwelt hindert sie an der Teilnahme an einem erfüllten und selbstbestimmten Leben.
So müssen u.a. bei der Neuplanung von Bebauungsgebieten oder öffentlichen Einrichtungen behindertengerechte Aspekte berücksichtigt werden, damit unsere Gemeinde für alle Menschen attraktiv ist.
Der Bürgerhaushalt
Demokratie sollte immer von unten nach oben erfolgen, nie umgekehrt. Und damit dieses demokratische Grundprinzip auch bei den Mitbürgerinnen und Mitbürgern in unserer Gemeinde ankommt und sie sich dazu bekennen, sollten sie stets auch die Möglichkeit haben, sich unmittelbar an diesem demokratischen Prozess zu beteiligen.
Ich möchte wieder dahin kommen, dass Sie als Mitbürgerinnen und Mitbürger in unserer Gemeinde das Gefühl haben, dass Sie selber etwas entscheiden können und Sie persönlich auf die Politik in unserer Gemeinde Einfluss nehmen können. Und ich möchte nicht nur das Sie dieses Gefühl haben, ich möchte darüber hinaus auch, dass Sie tatsächlich davon Gebrauch machen.
Nur auf diesem Wege erscheinen politische Entscheidungen transparent, stehen auf einer breiten demokratischen Grundlage und Sie als Elsdorfer Bürger fühlen sich von der Elsdorfer Politik mitgenommen.
Sind Sie es doch selber, die am besten wissen, wo in Ihrer Ortschaft es aus Ihrer Sicht vielleicht an irgendetwas mangelt oder irgendetwas verbesserungswürdig ist.
Aus diesem Grunde werde ich mich für die Einführung eines Bürgerhaushalts stark machen.
Im Rahmen der Erstellung des Gemeindehaushalts für die Jahre ab 2010 werden Mittel für diesen Bürgerhaushalt im Gemeindehaushalt bereitgestellt, über die dann durch die Gemeindeverwaltung und den Gemeinderat vorerst nicht verfügt werden kann. Über die Verwendung dieser Mittel im Laufe des Jahres können dann Sie als Mitbürgerinnen und Mitbürger selber entscheiden.
Erst nach einer Prüfung der von Ihnen gemachten Verwendungsvorschläge erfolgt eine Verwendung dieser Mittel entsprechend Ihren Wünschen und Vorstellungen.
Voraussetzung ist jedoch stets eine Gemeinwohlbindung dieser Mittel bzw. der daraus getätigten Investitionen.
Das Ehrenamt und unsere Vereine
Das gesellschaftliche und kulturelle Leben in unserer Gemeinde wird maßgeblich geprägt durch die vielfältigen Tätigkeiten der ortsansässigen Vereine und den darin tätigen ehrenamtlichen Mitgliedern.
Zusammen übernehmen Sie eine wichtige Rolle für unsere Gemeinde in den unterschiedlichsten Bereichen, sei es im gesellschaftlichen Miteinander, in der Pflege der Tradition und des Brauchtums oder in der so wichtigen Jugendbetreuung und Jugendarbeit.
Sie stellen eine unabdingbare Stütze des gesellschaftlichen Lebens in unserer Gemeinde dar.
Dieser großen Bedeutung stets bewusst werde ich mich für eine intensive Förderung des Ehrenamtes und der Vereinstätigkeit in unserer Gemeinde und in den einzelnen Ortschaften stark machen.
Ich werde dafür sorgen, dass sich eine Stelle in der Verwaltung um die Koordination und Vermittlung ehrenamtlicher Tätigkeiten kümmert. Zusätzliche Belastungen des Gemeindehaushalts entstehen hierdurch nicht.
Wie viele gerade ältere Menschen, aber auch Jüngere, würden gerne Ihr Wissen und ihre Hilfe weitergeben, wissen aber nicht an wen?
Aufgabe dieser Stelle wird es sein, den Kontakt zwischen demjenigen herzustellen, der bereit ist etwas ehrenamtliches zu tun, und derjenigen Organisation, die Bedarf angezeigt hat. Eine Art Vermittlungsagentur also.
Zu denken ist unter anderem an Vorlesungen in Kindergärten, Betreuung junger Menschen, Patenschaften für Grünanlagen, gezielte Vereinsarbeit und vielem Mehr.
Sind es doch gerade ältere Mitmenschen, die aufgrund ihrer Lebenserfahrung in der Lage sind, Jüngeren Mitmenschen die richtigen Werte zu vermitteln. Darüber hinaus werde ich mich für die Einführung der von der Landesregierung NRW geförderten "Ehrenamtskarte" auch in Elsdorf einsetzen, die gewisse Vergünstigungen für ehrenamtlich Tätige im Alltag vorsieht. Auf diese Weise erhalten ehrenamtlich Tätige einen zumindest kleinen Teil an Wertschätzung Ihrer Arbeit zurück.
Weiterführende Schulen
Das Vorhalten weiterführender Schulen ist für die Frage der Attraktivität unserer Gemeinde ein wichtiger Faktor. Die Schulwege in unserer Gemeinde sind in der Regel relativ kurz und somit sicher. Daran muss, wie auch am Schulbetrieb überhaupt, unbedingt festgehalten werden.
Es gilt allerdings, diese Attraktivität auch in Zukunft zu sichern und das bestehende Schulangebot ggfs. durch Prüfung eines Ganztagsangebots auszubauen.
Junge Eltern, die vor der Wahl einer weiterführenden Schule für Ihre Kinder stehen, sollen ihre Kinder auch in Zukunft mit gutem Gewissen auf die weiterführenden Elsdorfer Schulen schicken können. Bewerben sich ihre Kinder dann im Anschluss um einen Beruf und genießen unsere Schulen selber bereits einen guten Ruf, so wird ihnen diese Tatsache und die damalige Schulwahl ihrer Eltern sicherlich nicht zum Nachteil gereichen.
Das Ansehen unserer weiterführenden Schulen ist also kein reines Schulproblem, sondern ein Gemeindeproblem. Die Elsdorfer Schulen müssen durch die Gemeinde unterstützt werden, man darf sie weder mit den Herausforderungen in Sachen Bildung noch in Erziehungsfragen alleine lassen. Hier gilt es, als Schulträger gezielt Hilfestellung zu leisten um dahin zu kommen, dass die Elsdorfer Schulen noch mehr als bisher als sicher und vernünftig wahrgenommen werden. Denn alles andere kann nicht gut für die Zukunft unserer Gemeinde sein.
Lösungen sind hier in enger Zusammenarbeit mit der Schulleitung, der Elternpflegschaft und vielleicht auch dem Jugendamt zu finden.
In anderen Städten klappt so etwas sehr gut, z.B. durch den Einsatz von Sozialarbeitern, Jugendarbeitern, De- Eskalationstraining und gezielten Gesprächen mit Eltern auffälliger Schüler. Auch gilt es, die weiterführenden Schulen im Wege einer Ordnungspartnerschaft in ein Handlungskonzept für Sicherheit und Ordnung einzubinden.
Öffentliche Sicherheit und Ordnung
Wo man sich nit wohl fühlt, da lebt man nicht gerne. Ebenso wenig wie dort, wo man sich und seine Kinder nicht in Sicherheit wägt.
Einzelmaßnahmen vor Ort wie die Einführung eines Ordnungsdienstes sind zwar ein guter Anfang, verbessern alleine aber nicht nachhaltig die Sicherheit in unserer Gemeinde.
Das Problem der Sicherheit vor Ort erfordert ein umfangreiches und umfassendes Konzept. Ich werde mich unter enger Zusammenarbeit zwischen Politik und Verwaltung für die Erstellung eines gemeindlichen Handlungskonzepts für Sicherheit und Ordnung stark machen.
Es soll insebesonder präventiv dazu dienen, Vandalismuis vorzubeugen, Angsträume zu verringern und die öffentliche Wahrnehmung vom Erscheinungsbild unserer Gemeinde zu verbessern, nicht zuletzt durch die Beantwortung der Frage, was für Gewerbezweige im Herzen unserer Gemeinde betrieben werden sollen.
Angelehnt an das Bergheimer Vorbild ist im Rahmen dessen eine Zusammenarbeit der tangierten staatlichen Institutionen im Wege einer Ordnungspartnerschaft ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung.
Ziel sollte eine enge Zusammenarbeit zwischen der Gemeindeverwaltung, der Polizei, den Schulen und der Jugendgerichtshilfe sein.
Ein weiterer wichtiger Schritt für mehr Sicherheit ist die Einführung einer Staatsanwaltschaft vor Ort auch in unserer Gemeinde. Jugendliche sollen künftig schneller und direkter für ihre Handlungen zur Verantwortung gezogen werden, der zeitraum zwischen Tat und Sanktion wird hierdurch erheblich verkürzt.
Aber auch gilt es, der Verschmutzung öffentlicher Wege und Flächen entgegenzuwirken. Durch eine Erweiterung der ordnungsbehördlichen Verordnung und die Erstellung eines Bußgeldkatalogs können zukünftig Verschmutzungen unserer Gemeinde durch den Ordungsdienst geahndet werden.
Die Ärzteversorgung
Für alle in unserer Gemeinde lebenden Generationen ist eine gute und vor allem umfangreiche Ärzteversorgung sehr wichtig, und das vor allem im Bereich der Fachärzte. Bisher bleibt hier nur die Fahrt in Nachbarkommunen. Auch das gehört aus meiner Sicht zu einer attraktiven Gemeinde dazu.
Allgemeinmediziner ? Über die verfügt unsere Gemeinde zum Glück noch in ausreichendem Umfang. 10 Stück an der Zahl. Fachärzte hingegen? Bis auf einen Fehlanzeige.
Aber es sind doch gerade die Fachärzte, die wir hier in unserer Gemeinde vor Ort brauchen. Was wir z.B. vordringlich nötig hätten wäre ein Kinderarzt und einen Orthopäden.
Erzwingen kann man es leider nicht, wo ein Arzt sich niederlässt. Ein Arzt geht, Ausnahmen gibt es sicherlich, meistens dahin, wo es sich finanziell für Ihn lohnt. Bestes Beispiel ist Bergheim, da gibt es insgesamt 31 Fachärzte. Und Bergheim ist nur 5 Kilometer weiter.
Zur Begegnung dieses Mangelzustandes sind in einem ersten Schritt in Absprache mit der Kassenärztlichen Vereinigung grundsätzliche Dinge zu klären. In einem zweiten Schritt werde ich mich gezielt für die erstmalige Einführung von Maßnahmen einsetzen, um die Gemeinde Elsdorf attraktiv für Ärzte zu machen, so dass sie sich hier bei uns niederlassen.
Möglichkeiten ergeben sich hier durch die Schaffung finanzieller Anreize in Form einer Wirtschaftsförderung oder das Vorhalten ungenutzter gemeindlicher Immobilien.
So lassen sich von der Allgemeinheit zu tragende, Kosten verursachende gemeindliche Immobilien einer dem Allgemeinwohl dienenden Nutzung zuführen.
Unsere Umwelt
Die Gemeinde Elsdorf ist ein ländlich geprägter Raum in unmittelbarer Nähe von Industriestandorten. Der Braunkohlentagebau Hambach nimmt bereits einen beachtlichen Teil unserer Gemeindefläche in Anspruch und wächst weiterhin stetig. Die Kraftwerke am Horizont prägen die Landschaft.
Durch den Tagebau direkt vor der Haustür und die fast tägliche Hinnahme von Staub- und Lärmemissionen leisten die Gemeinde Elsdorf und ihre Bürger einen wichtigen Beitrag zur Energieversorgung und Energiesicherheit Deutschlands. Und das nicht erst seit wenigen Jahren.
Obwohl der Tagebaubetrieb noch Jahrzehnte laufen wird, gilt es bereits heute die richtigen Entscheidungen gerade für die Zeit nach dessen Ende zu treffen.
Ich werde mich im Rahmen der Regionale 2010 persönlich dafür einsetzen, dass durch eine attraktive Gestaltung der Tagebaukante die Gemeinde Elsdorf in Zukunft bewusst als Lebensraum wahrgenommen wird und sich als Naherholungsgebiet auszeichnet, welches sich nicht scheuen muss mit anderen Regionen Deutschlands in Wettbewerb zu treten.
Eine dichte Heranführung des entstehenden Restsees an die einzelnen Ortschaften ist hierbei ebenso wichtig wie die Beantwortung der Frage nach der Ausgewogenheit zwischen Wirtschaft und Natur. Hier gilt es rechtzeitig die notwendigen Konzepte zu erstellen.
Aber auch heute schon gilt es die Belastungen durch den laufenden Tagebaubetrieb für die Elsdorfer Mitbürgerinnen und Mitbürger so gering wie möglich zu halten.
Ich werde den verstärkten Kontakt zum Bergbautreibenden herstellen, um Belästigungen, vornehmlich durch Staub und Lärm, auf einem möglichst geringem Maß zu halten und ggfs. weiter zu verringern. Ebenso gilt es zu versuchen, eine angemessene Entschädigung der Elsdorfer Mitbürgerinnen und Mitbürger für die Hinnahme des Tagebaus zu erreichen.
Kultur und Freizeit
Eine wichtige Pflichtaufgabe für eine Gemeinde ist es dazu beizutragen, dass interessante Kulturangebote das öffentliche Gemeindeleben kennzeichnen.
Die bisherige Kooperation mit verschiedenen Veranstaltern kultureller Angebote in den Bereichen der Musik und der darstellenden Kunst und das eigene Kulturprogramm ortsansässiger Vereine, gerade im Bereich der Brauchtumspflege, haben sich bewährt, werden von den Bürgern angenommen und müssen weitgehend erhalten bleiben, wo sinnvoll und möglich ist darüber hinaus dringend eine Erweiterung anzustreben.
Die Bewirtschaftung gemeindlicher Einrichtungen durch Vereine und private Investoren ist zu forcieren, eine Steigerung der kulturellen Ausgaben im Gemeindehaushalt in Form gemeindlicher Zuschüsse für kulturelle Veranstaltungen ist anzustreben. Im Gemeindehaushalt 2008 und 2009 liegt die Kulturaufwandquote bei lediglich 0,7 %, d.h. weniger als 1 % aller gemeindlichen Aufwendungen werden für kulturelle Zwecke ausgegeben.
Aus meiner Sicht ist ein vernünftiges Kulturangebot für eine attraktive Gemeinde unerlässlich, ebenso wie ein ausreichendes Freizeitangebot gerade vor dem Hintergrund, dass die meistens der unserer Mitbürgerinnen und Mitbürger ja gerade ihre Freizeit und nicht ihre Arbeitszeit in der Gemeinde verbringen.
Ein weiterer und weit über die Grenzen der Gemeinde Elsdorf hinaus bekannter Freizeitfaktor ist unser Freibad. Jeder der Elsdorf kennt, kennt auch das Freibad. Aber auch hier gilt es dessen bereits vorhandene Attraktivität zu steigern.
Warum denkt man nicht auch hier an eine Kinderbetreuung oder eine Kinderschwimmschule nach? Oder über einen gezielten Feierabendtarif für Berufstätige, wie ich das bereits im Rahmen der Initiative der „Jungen Union Elsdorf" gefordert habe. Oder über grundsätzlich freien Eintritt für ehrenamtlich tätige Mitbürger, wie z.B. unsere Feuerwehrleute. Das Freibad besitzt die nötige Anziehungskraft, Leute von außerhalb in unsere Gemeinde zu holen. Warum sollte man darauf nicht aufbauen? Ich werde in diesem Zusammenhang die diesbezügliche Initiative der Jungen Union Elsdorf unterstützen.
Verkehrsanbindung
Das Angebot des öffentlichen Personennahverkehrs wird von Jahr zu Jahr geringer und leider auch immer weniger attraktiv.
Dies betrifft einen sehr großen Teil unserer Elsdorfer Mitbürger. Die einen, weil Sie keine andere Möglichkeit zur Fortbewegung haben, insbesondere Senioren und Schüler, aber auch diejenigen, welche sich aus umweltpolitischen oder aus Kostengründen zur Benutzung öffentlicher Verkehrsmittel bekennen.
Zur Attraktivität des Wohnortes und somit auch zur individuellen Lebensqualität gehört eben auch die gute Erreichbarkeit. Nicht umsonst erleben Regionen wie Pulheim, Horrem und Sindorf einen massiven Zuzug, da die gute Erreichbarkeit der Arbeit für viele Bürger eine große Rolle spielt.
Besonders wichtig für Schüler, Studenten und die große Zahl der Berufspendler ist hierbei eine Anbindung an die S-Bahn Strecke nach Köln, wird doch der Weg mit dem Auto zur S- Bahn nach Buir immer beschwerlicher und weiter.
Deshalb werde ich mich für eine bessere Busverbindung zwischen Elsdorf und dem S- Bahnhof in Sindorf einsetzten, damit Elsdorf nicht den Anschluss verliert und unsere Bürger auch weiterhin die Möglichkeit haben werden, ihr Auto stehen zu lassen.
Zusammen mit der „Jungen Union Elsdorf" werde ich mich gerade für die Jugendlichen für einen weiteren Ausbau des Angebots des AST- Taxis einsetzten, damit diese nicht den Anschluss an das „abendliche Kulturangebot" an den Wochenenden in der großen Stadt verlieren.
Interkommunale Zusammenarbeit / LEP 6- Fläche
Die Erschließung neuer Gewerbegebiete ist eine für die Zukunft unserer Gemeinde Elsdorf unverzichtbare Aufgabe, der sich die Gemeindeverwaltung in den nächsten Jahren zu stellen hat.
Bestehende Gewerbeflächen sind bereits alle vergeben, Wirtschaftswachstum und daraus resultierende Mehreinnahmen der Gewerbesteuer und der Versuch einer Entschuldung unserer Gemeinde sind nur auf diesem Wege möglich.
Diesen dringenden Handlungsbedarf vor Augen werde ich mich gezielt für einen weiteren Erwerb und weiteren Ausweis neuer Gewerbeflächen der Gemeinde Elsdorf einsetzen, gerade auch zur Ergänzung des Gemeinschaftsprojektes TERRA NOVA mit den Städten Bergheim und Bedburg.
Denn, was nicht passieren darf, und das Gefühl habe ich in der letzten Zeit, ist dass unsere Gemeinde im Vergleich zu anderen umliegenden Städten und Gemeinden ins Hintertreffen gerät, wenn es um die Ansiedlung neuer Wirtschaftszweige und Arbeitsplätze geht. Wirtschaftsförderung muss zur Chefsache werden und ich werde mich darum persönlich kümmern.
Eingebettet in ein Wirtschaftsförderungskonzept und eine gezielte gewerbliche Vermarktung unserer Gemeinde strebe ich eine enge Zusammenarbeit auf diesem Gebiete mit den Städten Bergheim und Bedburg an.
Eine Kommune alleine kann heutzutage nur wenig bewirken, die Konkurrenz schläft nicht und ist meistens viel größer. Im Rahmen der Konzeption der räumlich zwischen Bedburg, Bergheim und Elsdorf liegenden LEP 6- Fläche werde ich die Entwicklung der auf unsere Gemeinde anteilig entfallenden Fläche aktiv begleiten und die Interessen unserer Gemeinde nachhaltig vertreten.






